Wann muss der Rohboden ausgeglichen werden?
Ausgleich des Rohbodens


Wann muss der Rohboden ausgeglichen werden?

Ein Ausgleich ist immer dann sinnvoll, wenn der Untergrund größere Unebenheiten aufweist bzw. wenn der Untergrund nicht waagerecht ist. Grundsätzlich kann man auch auf einen Ausgleich des Untergrundes verzichten. Um dann einen geraden, waagerechten Oberboden zu erhalten, muss man später jedoch mehr Vergußmasse verwenden (siehe Abb. 2-4). Dadurch ergeben sich die weiter unten beschrieben Nachteile. Es besteht auch die Möglichkeit den Boden in Verbindung mit einer speziellen Isolierung auszugleichen. In den folgenden Abbildungen werden verschiedene Böden dargestellt, bei denen ein Ausgleich sinnvoll ist.

Ausgleich01.gif Abb. 01 - Unebener Untergrund (ausgeglichen)
in Abb. 01 wird der Aufbau der FMW-Keramik-Bodenheizung über einem ausgeglichenen unebenen Boden dargestellt. Die Vergußmasse kann daher sehr dünn (0-1 mm) aufgetragen werden.
Abb. 02 - Unebener Untergrund
Abb. 03 - Schräger Untergrund
Abb. 04 - Gewölbter Untergrund

Wie man den Darstellungen entnehmen kann, ergeben sich folgende Nachteile, wenn ein unebener Untergrund nicht ausgeglichen wird:


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Ausgleich des Rohbodens:

Als Beispiel für eine einfache, kostengünstige Möglichkeit einen unebenen Untergrund auszugleichen wird im folgenden der Ausgleich mittels einer Trockenmörtelmischung beschrieben:

Einbauanleitung Abb.01 Mit einem trockenen Zement-Sand-Gemisch im Verhältnis 1 zu 4 (1 Einheit Zement und 4 Einheiten Sand) werden zuerst Leeren gezogen. Wie in Abb. 01a zu sehen ist, werden dazu stabile Auflagen (z. B. Fliesen, Holz, FMW-Platten, o. ä.) waagerecht ausgerichtet. Dazwischen wird das Zement-Sand-Gemisch geschüttet und dann, mittels einer waagerechten Leiste, über die Auflagen abgezogen. Danach werden die Auflagen durch das Zement-Sand-Gemisch ersetzt und die ganze Leere gut mit Wasser angefeuchtet.

Alternativ kann auch eine gerade, stabile Leiste als Leere verwendet werden (z. B. Holz- oder Aluleiste - siehe Abb.01b).
Einbauanleitung Abb.01a
Einbauanleitung Abb.01b
Einbauanleitung Abb.02 Die Trockenmörtelmischung wird so abgezogen, dass eine ebene Fläche entsteht.
Einbauanleitung Abb.03 Die Trockenmörtelmischung wird gut mit Wasser angefeuchtet.

Selbstverständlich kann der Untergrund auch auf andere Art und Weise ausgeglichen werden. Es besteht auch die Möglichkeit die Isolierung als Isolierschüttung auf den Untergrund aufzutragen. In diesem Fall ist der Ausgleich des Rohbodens nicht notwendig, da er der Untergrund über die Isolierung ausgeglichen wird.


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